„An unusual house that incorporates the archaic forms of the mining industry and skilfully translates them into contemporary residential architecture.“ German Design Award 2017
Das Haus des Markscheiders in Tiefenbach bei Wetzlar entstand aus einem ungewöhnlichen Ausgangspunkt: dem Beruf des Bauherrn. Als Markscheider ist er im Bergbau tätig, in einem Feld, das von Vermessung, Tiefe und räumlicher Orientierung geprägt ist. Aus dieser Welt entwickelt sich die architektonische Idee des Hauses. Die Form erinnert an einen Bergwerksstollen: schwer, eingeschnitten, schützend und zugleich offen zum Licht.
Der zentrale Wohnraum wird von einer asymmetrischen Bogenkonstruktion geprägt. Die hohe Raumfigur und die skulptural ausgeformte Galerieebene gliedern den Innenraum und erzeugen eine räumliche Dramaturgie, die über den konventionellen Grundriss weit hinausgeht.
Schon der Zugang ist Teil dieser Idee. Eine geschwungene Betonrampe führt zum Eingang. Die vorgelagerte Terrasse erweitert den Innenraum nach außen und gibt dem Haus eine großzügige räumliche Tiefe.
Im Innenraum erzeugen Holzoberflächen Wärme und Maßstab. Das Untergeschoss ist in Sichtbeton ausgeführt, der Hauptbaukörper als Holzkonstruktion mit vorgefertigten Holzständerelementen. Beheizt und gekühlt wird das Haus über Erdwärme.
info
Haus des Markscheiders 2012 Tiefenbach, Deutschland