Auf der Nordseite des Grundstücks in Atzbach lag eine großzügige, bisher ungenutzte Freifläche. Für einen Glaskörper ist Norden kein Nachteil: Das Glasdach holt diffuses Licht von oben. Eine Betonwand fasst den Hof zur Straße; dahinter entstehen Wasserfläche und Terrasse. Der Glaskörper schwebt darüber.
Die geneigten Glasfassaden holen Licht von oben und richten den Blick nach unten – auf das Wasser, das unmittelbar unter dem Raum liegt. Der Holzfußboden setzt direkt an die Verglasung an; die Grenze zwischen Innenraum und Wasserfläche scheint aufgelöst. Reflexionen und wechselndes Licht prägen den Raum durch alle Jahreszeiten.
Die Stahlkonstruktion wurde eigens für das Gebäude entwickelt und auf ein Minimum reduziert. Die Rahmenstiele verjüngen sich zum Fußpunkt, das T-Profil löst sich in seine Einzelteile auf – die Verglasung erscheint wie eine eigenständige Haut vor der Konstruktion. Im Innenraum bestimmen Beton, Holz, Stahl und Glas das Erscheinungsbild; der Holzfußboden setzt einen warmen Kontrast.
Der neue Baukörper steht einen Meter über Geländeniveau. Vom Innenraum reicht der Blick über die Betonwand hinweg ins Grün; die Straße dahinter tritt zurück. Eine Betonbrücke über dem Wasser verbindet den neuen Wohnraum mit dem Haus.
Das Wasser liegt unter dem Boden, das Grün über dem Glasdach. Von innen ist beides gleichzeitig sichtbar.