Unter dem Titel „Emotionale Räume“ sprachen Peter Gronych und Yvonne Dollega beim Architekturforum der FH Erfurt über die Entwurfsmethodik von Gronych + Dollega Architekten. Anhand realisierter Projekte und aktueller Arbeiten gaben sie Einblick in die Arbeitsweise des Büros.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie aus Ort, Bauaufgabe, Licht, Material und räumlicher Ordnung eine Architektur entsteht, die nicht nur funktioniert, sondern erlebt wird. Die Analyse des Ortes bildet dabei den Ausgangspunkt: seine Randbedingungen, seine Stimmungen, seine Maßstäbe und die konkreten Anforderungen der Aufgabe.
Aus diesen Grundlagen entwickelt sich der Entwurf schrittweise weiter. Zunächst entstehen Orientierungen, Massenverteilungen und räumliche Setzungen. Danach werden Baukörper, Innenräume und Außenräume auf ihre Wirkung hin untersucht, verändert und verdichtet. Licht und Raum spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der Vortrag zeigte Projekte wie Wohnen im Hardtwald, die Revitalisierung des Solmser Schlosses, Wohnhaus N und das Drehhaus. Vortrag und Diskussion drehten sich um die Emotionalität von Innen- und Außenräumen sowie um die Frage, wie architektonische Gestalt aus einem intensiven Entwurfsprozess entsteht.
Veranstaltet wurde das Architekturforum vom BDA Landesverband Thüringen und der Fakultät Architektur und Stadt- und Raumplanung der FH Erfurt, unterstützt durch die Architektenkammer Thüringen.